175 Jahre Ostendorf-Gymnasium: Besondere Fundstücke aus der Schulgeschichte

Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Monika Barkey, die in akribischer Recherche-Arbeit viele besondere Funstücke aus der Schulgeschichte zutage gefördert hat!
Detaillierte Eckdaten der Schulgeschichte:
- 1656: Errichtung eines Gymnasialgebäudes westlich der Marienkirche.
- 1778: Umzug ins neue Gebäude Cappelstraße/Soesttor.
- 1821: Degradierung zur höheren Bürgerschule (die Lehrer waren nebenberuflich Schafzüchter, Schnapsbrenner, Bauern).
- 1832: Degradierung zur höheren Stadtschule.
- 1850: Die Schule besteht aus drei Lehrern und drei Klassen mit 77 Schülern. Julius Ostendorf wird infolge seiner politischen Tätigkeit in der Paulskirche als Hilfslehrer zugewiesen. Er will die „Mangelhaftigkeit der ganzen Organisation“ beseitigen und führt die achterklassige Realschule mit Reifeprüfung ein.
- 1851: Ostendorf-Zeitrechnung/Neuordnung/Staatsvertrag mit Preußen. Julius Ostendorf wird Rektor der höheren Bürgerschule in Lippstadt.
- 1857: Erstes Abitur mit einem Prüfling. Julius Ostendorf wird als Direktor bestätigt.
- 1865: Einweihung des neuen Schulgebäudes am Cappeltor mit einer der ersten Turnhallen Westfalens.
- 1872: Julius Ostendorf wird Schulleiter in Düsseldorf.
- 1882: Umwandlung der Schule in ein Realgymnasium.
- 1895: Entwicklung des Lippstädter Reform-Lehrplans: Uneingeschränkte Studierfähigkeit mit Zusatzprüfung in den alten Sprachen.
- 1907: Die Schule erhält den Namen „Ostendorf-Schule“.
- 1923: Englisch wird statt Französisch Anfangssprache.
- 1926: Gründung des „Vereins ehemaliger Ostendorfschüler“.
- 1930: Errichtung eines Pavillons mit vier Klassenräumen.
- 1937: Das „Reform-Realgymnasium“ wird „Deutsche Oberschule“.
- 1938: Bau einer neuen Turnhalle.
- 1945: Polnischer Gesamtschulbetrieb (bis 1950).
- 1949: Neusprachliches und mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium mit Englisch oder Latein als Anfangssprache.
- 1959: Einweihung des Westflügels in Anwesenheit des Kultusministers.
- 1966: Gymnasium in Aufbauform für Realschulabsolventen.
- 1967: Die Schule erhält den Namen „Ostendorf-Gymnasium“.
- 1968: Zweigstöckige Turnhalle und Pavillon.
- 1973: Gymnasium für Jungen und Mädchen.
- 1987: Entstehung des Fördervereins der Schule.
- 1998: Mitglied des Europäischen Comenius-Projektes (heute: Erasmus+).
- 1999: Einführung des bilingualen Zweiges, der zum bilingualen Abitur führt.
- 2002/03: Installation der Photovoltaikanlage auf dem Schulhof.
- 2007/08: Erstes bilinguales Abitur am Ostendorf-Gymnasium.
- 2008/09: Zertifizierung des Ostendorf-Gymnasiums als „Europaschule“. Hermann Müller Gedenkjahr.
- 2011/12: Außensanierung des Westflügels. Das Kanuzentrum wird zur „Julius-Mensa“. Neugestaltung der Toiletten und Sanierung der Sporthalle.
- 2012/13: Dienstantritt der Schulleiterin Gaby Lütkehellweg, Bildungspartnerschaft mit dem Stadtarchiv Lippstadt.
- 2013/14: Neue Chemieräume. Re-Zertifizierung: „Europaschule Ostendorf-Gymnasium“.
- 2015/16: Auszeichnung „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“.
- 2016/17: Teilnahme an „Kein Abschluss ohne Anschluss (kAoA)“ als Stärkung der Berufsorientierung mit Potenzialanalyse und Berufsfelderkundungen. Neue blaue Schulsofas.
- 2017/18: Neue Biologieräume, Innensanierung des Westflügels. Neues Lehrerraumprinzip.
- 2019/20: Auszeichnung als „MINT-freundliche Schule“ (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).
- 2020/21: Auszeichnung „Digitale Schule“ in NRW. Einführung von iPads ab Klasse 7 als verbindliches Lernmittel (digitale Schule). Neue Physikräume. Differenzierungskurs „Europa“ in der Mittelstufe.
- 2022/23: Qualitätsanalyse. 200. Geburtstag von Julius Ostendorf: Zeitkapsel auf dem Schulhof. Neugestaltung des Schulhofes: Klettergerüst.
Die Stundentafel in den 1950er Jahren vs. heute:


Exemplarische Auszüge aus den Abiturzeitungen der Jahre 1897, 1919 und 1932:

Einige Zeugnisse von Julius Ostendorf:



